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Vulva vs. Pippifrau

Eines Tages wird meine Tochter mich fragen: „Mama, warum hat Paul da unten sowas und ich nicht?“ Oder so ähnlich. Ich werde ihr dann erklären, dass Jungs einen Penis und Mädchen eine Vulva haben. Im Unterschied zu „Scheide“ oder „Vagina“ bezeichnet „Vulva“ nicht nur den inneren, sondern auch den äußeren Bereich mit Schamlippen und Klitoris.

Meine Schwester brachte ihren Töchtern bei, sie hätten eine „Pippifrau“. Mir gefällt ihre Wortschöpfung nicht. Meine Tochter soll ihre Vulva nicht als etwas kennen lernen, das mit Unreinheit verbunden ist.

Andererseits klingt „Vulva“ nach Lateinunterricht und Erwachsenensprache.

Also doch eher Mumu? Zum Glück habe ich bis zu diesem Gespräch noch etwas Zeit.

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Schönen Gruß an Herrn Freud

Ich träumte vom Ende der Welt. Es war ein sehr realer Traum. Ich stand mit meinem Vater auf dem Treppenpodest vor meinem Elternhaus. Wir sahen in die Ferne. Vor uns lag eine Häuserzeile, dahinter standen hohe Bäume und an der Linie zwischen Himmel und Bäumen sahen wir plötzlich Wellen auf uns zu rollen. Mächtige Wellen. Irgendwie wusste ich, dass dies das Ende der Welt war und wir uns ins Haus zurückziehen und alles verrammeln müssten. Ich alarmierte meine Familienmitglieder. Plötzlich fiel mich eine sehr große schwarze Katze an. Sie biss mir in die Hand und hielt einen meiner Finger mit ihren Kiefern umklammert. Ich versuchte, sie von mir weg zu schlagen und rief um Hilfe. Ich spürte ihren langen, sehnigen Körper und ihr weiches Fell. Ihre Umklammerung ließ nicht los. Die anderen standen um mich herum wie erstarrt. Schließlich nahm jemand die Katze weg und ich blickte auf meinen Handrücken, auf dem langsam das Blut durch die Poren meiner Haut hervortrat.

Ich träumte dies, nachdem ich vorige Woche zu meiner neuen Frauenärztin gesagt hatte „Ich kann nicht kommen, was soll ich tun?“ und mich – auf ihren Rat hin – intensiv mit dem Gedanken befasste, eine Sexualtherapie zu machen.

Drahtesel-Sex und Nicht-Wollen-Sollen

Auf der Suche nach Informationen zu Anorgasmie finde ich im Internet sehr viel Ärgerliches. Darüber werde ich noch berichten. Vorher möchte ich auf den Artikel der SexMedPedia aufmerksam machen, den ich tatsächlich ganz hilfreich finde. Als größter „Orgasmusverhinderer“ wird da die Intentionalität genannt:

Je mehr und je stärker sich die Frau vornimmt, zum Orgasmus zu kommen („heute muss es endlich klappen“), umso schlechter sind meist ihre Chancen. Die „Zauberformel“ dagegen lautet Maximierung der Stimulation und Minimierung der Hemmung bzw. bewussten Kontrolle.

Als ich das las, musste ich an den Film „Mädchen, Mädchen“ denken, in dem eine der Protagonistinnen auch ihre liebe Not mit dem Kommen hat. Zu ihrem Höhepunkt gelangt sie dann ganz unverhofft: auf dem Sattel eines Herrenrennrads (hier ein Link zu der Filmsequenz). Nachdem ich den Film gesehen hatte, nahm ich mit Vorliebe das Fahrrad meines Freundes und die Routen, die mich über möglichst viel Kopfsteinpflaster führten. Passiert ist dann aber leider nichts. Oder nicht viel. Wahrscheinlich waren meine Fahrraderkundungen von zu großer Intentionalität geleitet.