Drahtesel-Sex und Nicht-Wollen-Sollen

Auf der Suche nach Informationen zu Anorgasmie finde ich im Internet sehr viel Ärgerliches. Darüber werde ich noch berichten. Vorher möchte ich auf den Artikel der SexMedPedia aufmerksam machen, den ich tatsächlich ganz hilfreich finde. Als größter „Orgasmusverhinderer“ wird da die Intentionalität genannt:

Je mehr und je stärker sich die Frau vornimmt, zum Orgasmus zu kommen („heute muss es endlich klappen“), umso schlechter sind meist ihre Chancen. Die „Zauberformel“ dagegen lautet Maximierung der Stimulation und Minimierung der Hemmung bzw. bewussten Kontrolle.

Als ich das las, musste ich an den Film „Mädchen, Mädchen“ denken, in dem eine der Protagonistinnen auch ihre liebe Not mit dem Kommen hat. Zu ihrem Höhepunkt gelangt sie dann ganz unverhofft: auf dem Sattel eines Herrenrennrads (hier ein Link zu der Filmsequenz). Nachdem ich den Film gesehen hatte, nahm ich mit Vorliebe das Fahrrad meines Freundes und die Routen, die mich über möglichst viel Kopfsteinpflaster führten. Passiert ist dann aber leider nichts. Oder nicht viel. Wahrscheinlich waren meine Fahrraderkundungen von zu großer Intentionalität geleitet.

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6 Gedanken zu „Drahtesel-Sex und Nicht-Wollen-Sollen

  1. C. Rosenblatt

    Hallo
    Phoa ich bin beeindruckt von deinem Mut für dieses Blog!

    Und ich habe eine Frage zumThema.
    Und zwar wird in meinem schlauen Sexbuch hier gesagt, dass der Orgasmus gekennzeichnet sei von Muskelkontraktion der Vagina (also quasi- die Muskelkontraktion macht den Orgasmus- ausgelöst von der Stimuli der Klitoris- nicht: anders herum)
    Ich frage mich gerade ob es da ein Reizweiterleitungsproblem geben kann und die Psyche getrost mal aussenvor bleiben kann bei dem Thema.
    Hast du etwas in der Richtung vielleicht mal irgendwo gelesen?

    Ich stelle es mir unglaublich quälend vor sich nicht entladen zu können- nicht platzen zu können vor Lust und Liebe.

  2. icantcome Autor

    Hallo zurück und danke für deinen Kommentar!

    Ein „Reizweiterleitungsproblem“ – ich stelle mir die Ursache bei mir tatsächlich so vor. Mir fehlen natürlich die Kenntnisse, um das genauer beschreiben zu können. Aber meine Hypothese geht auch in die Richtung, dass irgendwelche Nervenenden entweder gar nicht oder falsch verlinkt sind. Ich hoffe, die Forschung widmet sich dem Thema mal etwas intensiver und kommt von der Vorstellung ab, Frauen mit Anorgasmie seien verklemmt oder traumatisiert oder sexuell unterbelichtet.

    Ich versuche, mehr zu aktuelle Studien zu recherchieren und werde berichten!

  3. zweisatz

    Sag mal, kennst du das Buch „What you really really want?“ von Jaclyn Friedman? Ich sag nicht, dass dir das zwingend helfen wird, einen Orgasmus zu bekommen, aber ich glaube schon, dass es dir dunno… gesamtsexuell helfen könnte. (Weil ich glaube, dass es das Potenzial für jede weiblich identifizierende Person hat.) Also is aus ner feministischen Perspektive geschrieben.

  4. zweisatz

    Also an sexpositiven Blogs fand ich den hier ziemlich cool: http://enagoski.wordpress.com/ Von ’ner Frau*, richtet sich oft/stark an Frauen* und Science!
    Und sonst lohnt sich sicher auch mal auf scarleteen.com zu gehen, falls du das noch nicht kennst. Die richten sich zwar an Jugendliche, aber haben echt ausführliche Infos und man kann ja nie genug lernen^^

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